Der amerikanische Botschafter in Berlin, Richard Grenell, kehrt nicht mehr aus Washington an die Spree zurück. Das bestätigte ein Sprecher der Botschaft am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Grenell, der zuletzt neben seinem Diplomatenjob in Berlin auch oberster Geheimdienstkoordinator seines Landes war, besuchte die Oberpfalz mehrfach.
Zum einem verehrt der US-Politiker den evangelischen Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer, der im April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet worden war. Zum anderen lebte sein Partner Matt Lashey als Kind eines US-Soldaten längere Zeit im Bayerischen Wald. Weshalb beide samt Familie und Hund Lola im Lamer Winkel bereits zu einem Kurzbesuch auftauchten - auf den Spuren der Vergangenheit.
Vergangenes Jahr sorgte Grenell dafür, dass die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg zum amerikanischen Kulturerbe erklärt wurde. Daran erinnert eine Tafel, die Bonhoeffer gewidmet ist. US-Präsident Donald Trump nannte Grenell jüngst einen Superstar. Was dieser "für das Land getan habe, sei unglaublich". Gut möglich, dass der so gelobte an exponierter Stelle in Washington wieder auftaucht, etwa im Wahlkampfteam, spätestens aber nach einer Wiederwahl von Trump im Herbst.

















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