22.03.2019 - 15:39 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Bundestagsabgeordneter Stefan Schmidt kritisiert Ausnahmen von Schießzeiten

Die US-Armee feiert den Truppenübungsplatz Grafenwöhr gern als "Kronjuwel". Zuletzt zogen die Schießübungen Militärs aber zunehmend Kritik aus der deutschen Bevölkerung auf sich.

Der Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) beklagt die hohe Zahl an Ausnahmen von den Schießzeiten für die US-Armee.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Der Regensburger Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) kritisiert die Zahl der Ausnahmen für die US-Armee von den Schießzeiten auf dem amerikanischen Truppenübungsplatz Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN). In den zurückliegenden zweieinhalb Jahren seien diese durch das Bundesverteidigungsministerium neun Mal erteilt worden, teilte er unter Berufung auf Zahlen der Bundesregierung mit.

"Die hohe Anzahl der zuletzt erteilten Ausnahmegenehmigungen sehe ich als problematisch an - die Bürgerinnen und Bürger rund um den Truppenübungsplatz sind jetzt schon von immensen Belastungen betroffen", sagte Schmidt laut Mitteilung vom Freitag. In den Jahren 2009 bis 2016 gab es keine Ausnahmen.

Der Schießlärm hat in den zurückliegenden Monaten vor allem im Westen des Truppenübungsplatzes, in Auerbach für große Empörung gesorgt. Dort stehen Häuser zum Teil nur 500 Meter von den Schießbahnen entfernt. Im Herbst 2018 wurde durch die Bundeswehr zweimal der Schießlärm am Übungsplatz gemessen. Die Ergebnisse sind bislang nicht veröffentlicht worden. Das Ministerium will aber Bürgermeistern und Landräten ein Gespräch anbieten.

Bericht über den Schießlärm

Grafenwöhr

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