24.11.2021 - 10:42 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Verwirrung um Fitnessstudios – Am späten Abend kommt 2G-Plus

2G-Plus für Fitnessstudios. Die Nachricht vom späten Dienstagabend überrascht Betreiber und Mitglieder. Es ist nicht das erste Mal, dass es bei den Studios Verwirrung gibt.

Künftig gilt in Fitnessstudios 2G-Plus.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Schon vor Inkrafttreten der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gibt es erneut Verwirrung um den Status der Fitnessstudios im Freistaat. Ab diesem Mittwoch gilt nun auch für diese die 2G-Plus-Regel. Es dürfen nur Geimpfte und Genesene trainieren – und auch nur dann, wenn sie vorher einen negativen Schnelltest vorlegen.

Bis Dienstagabend waren nicht nur die Betreiber davon ausgegangen, dass bis auf Weiteres die 2G-Regel gilt, nach der Geimpfte und Genesene ohne zusätzlichen Test die Studios nützen dürfen. Erst am späteren Abend veröffentlichte das bayerische Gesundheitsministerium die genauer ausformulierte Verordnung. Darin heißt es, dass "der Zugang (...), zu Sportstätten (...) außerdem zu Freizeiteinrichtungen" nur mehr mit der 2G-Plus-Regel möglich sein wird. "Wir sind am Abend von der Nachricht überrascht worden", bestätigt der Mitarbeiter eines Weidener Studios. Der Aufwand sei durch die neue Regel deutlich höher, weil nun alle Mitglieder getestet werden müssen. "Das ist schon eine große Umstellung."

Schon während der dritten Corona-Welle im Frühjahr hatte es Verwirrung gegeben. Nach dem langen Winterlockdown öffneten manche Studios Anfang Mai, um schon nach wenigen Stunden wieder zu schließen. Die Staatsregierung führte die Studios damals als Freizeiteinrichtung, Öffnungen waren aber nur für Sportstätten erlaubt. In einer späteren Ausführung bestätigte die Staatsregierung dann, dass künftig auch Studios als Sporteinrichtungen gelten dürfen. In der neuen Verordnung wird nun zwischen Sport- und Freizeiteinrichtung nicht mehr unterschieden.

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Kommentare

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Martin Pfeifer

Die Werdung der neusten Bayrischen Infektionschutzmaßnahmen-Verordnung zeigt es zu deutlich: wohl bis Mitte letzter Woche war anscheinend sogar die bayrische Staatsregierung der Meinung, das die aktuelle Corona-Lage nur eine heftige Erkältungswelle ist. Im Gottvertrauen auf die Wirkung der Impfung wurde nichts gemacht. Wenn Herr Spahn mit Verweis auf Studien aus Israel das Boostern als wirksame Maßnahme empfiehlt, dann sagt er damit auch indirekt aus, das die Verantwortlichen die Probleme durch die nachlassende Wirkung der Impfung wissen konnten und in ihrer Position auch kennen müssten. Aber da war ja gerade Wahlkampf.

Jetzt wird also in aller Eile eine neue Verordnung gestrickt, um das sich schließende Fenster der epidemischen Notlage zu schließen. Und da wurde wieder bis zur letzten Minute gefeilscht und geändert. So funktioniert also Politik. Ich würde da mal die Wissenschaftler ran lassen. Wir haben auch in Bayern gute Epidmiologen und Virus-Forscher.

25.11.2021