24.09.2019 - 11:05 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener dreht mit Til Schweiger und Heike Makatsch

"Super, super!" Thorsten Zintl ist noch immer ganz begeistert. Der Weidener hat in Nabburg diesen Monat zwei Tage lang mit Til Schweiger und Heike Makatsch gedreht. Dabei war sein Auftritt nicht sein erstes Mal auf einer Bühne.

Thorsten Zintl machte dieses Selfie mit Til Schweiger. Der Schauspieler sei "immer lustig und mega cool drauf", sagt der Weidener.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

Makatsch und Schweiger drehen derzeit unter anderem in Nabburg und Neunburg vorm Wald Szenen für den Film "Gott, du kannst ein Arsch sein", der im Herbst 2020 in die Kinos und später im Fernsehen kommen soll. Die beiden Schauspieler spielen die Eltern der krebskranken Schülerin Steffi. Einige Schulszenen wurden im Nabburger Gymnasium gedreht. Thorsten Zintl spielt darin als einer von rund 100 Komparsen den Vater einer Klassenkameradin von Steffi. In der Schule wurde die Zeugnisübergabe gedreht, mit Konfetti-Regen, wie der Weidener verrät. "Und am Murner See haben wir die Abschlussparty gefilmt." Die Dreharbeiten seien "super" gewesen.

"Alle sagen jetzt, ich sei Til Schweigers Spezl", erzählt er. Weil er sich mit ihm in den Drehpausen gut verstanden habe. Heike Makatsch habe für ihre Tochter in den Pausen ein Stirnband gestrickt. "Til ist immer lustig und mega cool drauf. Er raucht sehr viel und hat wirklich die ganze Zeit sein Handy in der Hand. Und er ist single, aber nicht bei Tinder angemeldet." Mit Dating-Apps habe es der Schauspieler wohl nicht so. Dafür wurde diese Woche bekannt, dass er sich mit einem Augenzwinkern als Junggeselle für die Sendung "Der Bachelor" angeboten habe.

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Thorsten Zintl mit Heike Makatsch bei den Dreharbeiten zum Film "Gott, du kannst ein Arsch sein".

"Nicht ganz ohne"

Übers Schauspielern habe er sich auch mit ihm unterhalten und Tipps abgeholt: "Spiel erst mal ein bisschen als Komparse, dann haut das schon hin", habe Till Schweiger ihm gesagt. Anstrengend sei der Komparsen-Job allemal, so Zintl: "Ein voller Drehtag ging von 7.15 bis mindestens 21 Uhr. Wenn man zehn Mal eine Szene spielt, muss man sich genau merken, wie zum Beispiel die Hand war, weil man sonst einen Anschlussfehler hat. Das ist nicht ganz ohne."

Dabei hat der 36-jährige Gebietsverkaufsleiter Bayern bei Engers Keramik, einer Tochterfirma von Villeroy und Boch, längst Bühnenerfahrung. "2015 bin ich auf der Wiesn im Käfer-Zelt von einer Agentur für Komparsen quasi halb entdeckt worden als Comedian", so der Weidener. "Dich bring' ich ins Fernsehen", habe der Mann ihm damals gesagt. Zwei Wochen später habe der Besitzer des "Schlachthof" in München ihn kontaktiert und ihm 20 Minuten Programmzeit angeboten. "Das war mein erstes Mal auf einer Bühne", erinnert sich Zintl.

Inmitten der Komparsen, darunter Thorsten Zintl (erste Reihe) sitzen Heike Makatsch und Til Schweiger im Nabburger Gymnasium. Dort hat das Filmteam mehrere Stunden für „Gott, du kannst ein Arsch sein“ (ab Herbst 2020 im Kino) gedreht.

Eigene Filmidee

Was er damals noch nicht wusste: Im Publikum saßen eine Frau und ein Mann während ihres ersten Dates. "2016 hat mich die Frau angerufen und gefragt, ob ich auf ihrer Hochzeit auftreten würde - ein krasser Moment in meinem Leben." Seitdem ist der Weidener immer wieder mal aufgetreten, auch wenn er in letzter Zeit wegen eines Trauerfalls in der Familie pausiert habe. Jetzt fühle er sich aber wieder voller Elan und habe neue Ideen.

Auf der Bühne zu stehen und die Leute zum Lachen zu bringen sei seine Leidenschaft. Offenbar sehen ihn auch andere im Rampenlicht. "Mir haben mehrere Leute geschrieben, dass ich früher schon immer der Klassenclown war und aus jedem Vortrag eine spannende Geschichte gemacht habe. Ein Bekannter hat prophezeit, dass ich ins Fernsehen komme." Er habe sogar eine eigene Geschichte, die zum Verfilmen geeignet wäre, erzählt er. Über ein Pärchen, das feststellt, Halbgeschwister zu sein. Mit André Erkau, dem "Hammer-Regisseur" von "Gott, du kannst ein Arschloch sein", habe er bereits darüber gesprochen. "Ich lasse das auf mich zukommen." Der Kontakt bleibe auf jeden Fall bestehen.

Zintl träumt von einer richtigen Filmrolle. "Ich wollte auch in dem Film mit Arnold Schwarzenegger mitspielen, der in den Bavaria Studios gedreht wird. Aber die haben niemanden gebraucht." Am liebsten wäre ihm eine Zusammenarbeit mit Schauspieler Mark Wahlberg. "Der ist mega. Aber das ist unmöglich." Zintl zeigt sich aber auch von seiner Komparsenrolle beeindruckt: "30 Zentimeter neben einem Hollywood-Star wie Til Schweiger oder neben Heike Makatsch zu stehen, mit Til ein High-Five zu machen, das nehme ich mit. In einem solchen Film mitzuspielen, davon hat man ein Leben lang was."

Nabburg
Neunburg vorm Wald
Nabburg
Nabburg
Sinje Irslinger spielt die Hauptrolle der Steffi in "Gott, du kannst ein Arsch sein". Es ist ihre erste Hauptrolle in einem Kinofilm.
Jonas Holdenrieder spielt Fabi, den Freund von Steffi.
Thorsten Zintl Mit Manfred Ludolf, dem TV-Schrotthändler.

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