25.05.2021 - 17:11 Uhr
AmbergOberpfalz

#Kunstpost auf Instagram: Inspiration im Wald

Maria Salmanian lässt sich von der Natur inspirieren. Deshalb verschlug es die Preisträgerin des Sparda-Bank-Kunstpreises 2020 auch für ihre Antwort beim Instagram-Projekt #Kunstpost in den Wald.

Dieser Holzschnitt, den Maria Salmanian gefertigt hat, trägt den Titel „ML“. Der Druckstock hat die Maße 80 mal 120 Zentimeter.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Es war während ihrer Studienzeit in Regensburg: Maria Salmanian, die aus Straubing stammt, heute aber in München lebt und arbeitet, erlag der Faszination, die von der Welt der Bäume und dem Wald ausgeht. Und deshalb zögerte sie auch nicht, in den Wald zu gehen, um für ihren aktuellen #Kunstpost-Beitrag auf Instagram ihren Inspirationsort aufzusuchen.

Maria Salmanian, eine der vier Kunstpreisträgerinnen von 2020, antwortete auf die Aufforderung von Margarita Strena-Schirch, ihre Inspirationsorte zu nennen, mit Naturmaterialien. Sie schickte ihrer Mit-Preisträgerin einen Brief, in dem sich unter anderem kleine Äste, Rinde und Laub befanden. Und versah ihre Fundstücke mit den Worten "Meine Werke sind von allem inspiriert, was im Wald schlummert". Die Kunstpreisträgerinnen konnten weder vergangenes Jahr noch heuer in der Stadtgalerie Alte Feuerwache ausstellen, weshalb sie in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum die #Kunstpost auf Instagram starteten.

Maria Salmanian findet, das Projekt sei eine "wunderbare Möglichkeit, im Austausch zu bleiben". Schön findet sie auch, dass es eine Kombination ist - aus dem "alten" Medium des Briefes und den Möglichkeiten der modernen Technik. Einer alten und handwerklichen Technik hat sie sich künstlerisch verschrieben: Mit Holzdruck setzt sie vor allem ihre Walderlebnisse um. Salmanian gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihren Erfahrungen im Wald spricht: Es seien Momente der Klärung und Verklärung, der Wald sei so voller Vielfalt und Lebendigkeit. Für sie ist es ein "tolles Erlebnis für alle Sinne", im Wald zu sein. Doch nicht nur große Waldgebiete, sondern auch kleine Naturräume im Alltag faszinieren sie. Und das kann sowohl ein einzelner Baum in der Stadt als auch eine Allee entlang einer Straße sein.

In der Corona-Pandemie und den damit verbundenen großen Einschränkungen für Kunst und Kultur vermisst Maria Salmanian vor allem den "persönlichen und unbeschwerten Austausch". Vor originalen Werken in Ateliers, Museen und Galerien zu stehen, das fehle ihr. "Die alltägliche Inspiration ist aber noch da", sagt sie. Und die findet sie eben auch inmitten von Bäumen.

Kunstpreisträgerin Maria Salmanian vor einem ihrer Werke.

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