20.04.2020 - 11:20 Uhr
AmbergOberpfalz

Leckeres Reste-Essen: Spinatknödel

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Spinat: Lecker, sagen die einen, langweilig, die anderen. Köchin Marille Gramolla empfiehlt das Blattgemüse als Spinatknödel – einfach und doch raffiniert. Und sie verrät ihr Rezept dafür.

Einfach und gut. Oder auch einfach gut die Spinatknödel nach einem Rezept von Marille Gramolla. Zerlassene Butter dazu und ein bisschen Parmesan drüber gehobelt - und schon sind die alten Semmeln wunderbar veredelt.
von Heike Unger Kontakt Profil

Spezialität aus Südtirol

Diese Knödel sind kein einheimisches Rezept, wie die Köchin aus Kümmersbruck in der AZ-Kochserie verrät: Sie sind eine Südtiroler Spezialität. Hierzulande kennen viele die Speckknödel, wie Gramolla meint - aber die Südtiroler haben 21 verschiedene Sorten parat. Oder vielleicht noch mehr.

Die deftigen Speckknödel seien vor allem etwas "für Männer - und für solche, die es werden wollen", scherzt Gramolla. Damit die Frauen auch mitessen können, hat sie sich heute mit einem Augenzwinkern eine vegetarische Variante, Spinatknödel, ausgesucht. Und auch gleich ihren Lieben zu Hause serviert. Egal, ob mit Speck oder ohne: "Diese Knödel sind ein ganz tolles Reste-Essen", sagt Gramolla. "Dabei kann man übrig gebliebenes Weißbrot gut verarbeiten. So kann man den Geldbeutel schonen und lecker sind die Knödel auch noch." Spinatknödel gehen eigentlich immer, sinniert Gramolla. Mit Speck seien sie eher ein Winteressen. Ein schnelles - das mit aufgewärmten Kraut und/oder Bratensoße aufgepeppt werden kann.

Spinat, Zwiebel, alte Semmel, Ei und Muskatnuss: Ein leckeres Essen braucht keinen großen Aufwand.

Auch gut für die Suppe

Wer beim nächsten Mal, wenn es Kraut gibt, gleich mehr davon kocht und einen Teil davon einfriert, ist ebenfalls gut vorbereitet: Kraut zum Knödel macht sich sehr gut. Als Suppeneinlage eignen sich die Knödel ebenfalls: Dafür macht man einfach ein wenig kleinere Exemplare von jeweils etwa 40 Gramm. Für die "großen", die tatsächlich als Knödel serviert werden, sollten es dagegen schon ungefähr 110 Gramm pro Stück sein.

Mit nassen Händen werden die Knödel geformt. Hier sind es die normalen Größen. Wer sie kleiner macht, kann sie auch als Suppeneinlage genießen.
Rezept:

Spinatknödel

Zutaten:

4 alte Semmeln

100 g Zwiebel

450 g Spinat oder Rahmspinat (Tiefkühl-Ware)

50 g Öl

2 Eier

Salz, Muskat, Pfeffer

150 g Butter

50 g Parmesan gerieben

Zubereitung:

Den Spinat einen Tag vorher in den Kühlschrank zum Auftauen legen. Alte Semmeln mit einem Sägemesser in feine Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen, der Länge nach halbieren. Halbierte Zwiebel zuerst in Richtung Wurzel in feine Streifen schneiden, aber nicht die Wurzel durchschneiden - sonst zerfällt die Zwiebel. Nun die Zwiebel drehen und die Streifen in feine Würfel schneiden. Die Zwiebelwürfel mit Öl in einem kleinem Topf glasig dünsten. Geschnittene Semmeln in eine Schüssel geben. Gewürze, Spinat und Zwiebelwürfel auf die Semmeln geben und vermischen. Zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.Nun die Eier zugeben und vermischen. Sollte die Masse zu weich sein, Semmelbrösel untermengen.

Die Masse mit nassen Händen zu Knödeln formen. Über Wasserdampf etwa 20 Minuten garen - am besten eignet sich dazu ein Kartoffeldämpfer oder ein Dampfgarer. Im kochenden Wasser zerfallen die Knödel leicht, verlieren Geschmack - und auch ihre schöne, grüne Farbe. Mit geriebenem Parmesan und zerlassener Butter servieren.

Und noch ein Tipp von Marille Gramolla: "Anstelle von Spinat kann man auch blanchierte, pürierte Brennnesseln oder Bärlauch nehmen." Für Speckknödel Speck anschwitzen; Semmeln in diesem Fall in Brühe oder warmer Milch 20 Minuten ziehen lassen und drei oder vier Eier nehmen. Mit Majoran würzen.

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