18.09.2020 - 11:27 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Bewegung für jedermann: Kümmersbruck geht Walken

Corona hat heuer vieles ausgebremst. In Kümmersbruck aber geht was – durchaus im wörtlichen Sinn: Hier findet am Donnerstag, 24. September, zum ersten Mal ein Walking-Event statt. Mitmachen kann jeder, mit oder ohne Stöcke.

Kümmersbruck geht sportlich: Am Donnerstag, 24. September, findet hier zum ersten Mal ein (Nordic-)Walking-Event statt - eine kostenlose Veranstaltung ohne Leistungsdruck.
von Heike Unger Kontakt Profil

Peter Schuller, seit rund einem Jahr Sport-Koordinator der Gemeinde Kümmersbruck, wollte etwas auf die Beine stellen, das Menschen bewegt – aber ohne den sportlichen Leistungsdruck, den man beispielsweise von Lauf-Wettbewerben kennt. Deshalb hat sich Schuller auch bewusst gegen Laufen und für Walken als Thema der Veranstaltung entschieden: Gehen könne schließlich jeder, egal in welchem Alter, ob geübter Walker oder Neuling, mit (Nordic) oder ohne Walking-Stöcke und andere Hilfsmittel wie Hanteln oder Ringe. Alle, die sich angesprochen fühlen, sollen nun am Donnerstag, 24. September, zusammenkommen, um gemeinsam, aber Corona-bedingt aufgeteilt in kleine Grüppchen, eine Runde miteinander zu walken. Die Strecke, die Schuller für das 1. Kümmersbrucker Walkingevent ausgesucht hat, ist sieben Kilometer lang, und folgt dem Luxemburger Weg.

Jeder kann mitmachen

Früher gab es in Kümmersbruck den Gemeindelauf. Der aber war für viele eher leistungsorientiert, meint Schuller. Er wollte eine Sport-Veranstaltung aufziehen, die Menschen zusammen und in Bewegung bringt, ohne dass es dabei um möglichst viele zurückgelegte Kilometer oder Bestzeiten geht. "Einfach aus Spaß an der Freud'" sollen die Teilnehmer mitmachen, wünscht sich Schuller. (Nordic) Walking eigene sich dafür bestens, gerade auch für ältere Semester: Nicht umsonst liege das sportliche Gehen mit und ohne Stöcke nach wie vor im Trend, wie Schuller sagt: "Inzwischen wird sogar mehr gewalkt als gelaufen." Die Laufszene, so sein Eindruck, sei momentan "eher rückläufig". Walking sei dagegen "einfach eine mildere Variante von Bewegung: Das kann jeder." Dabei gehe es "eher in Richtung Wohlfühlsport", den der Sport-Koordinator bei seiner neuen Veranstaltung klar im Mittelpunkt sieht, ähnlich wie bei den Angeboten der Kümmersbrucker Sportcard, die Schuller ebenfalls koordiniert.

Die Kümmersbrucker Sportcard

Kümmersbruck

Entsprechend sind die Vorgaben für das Walking-Event am 24. September: Jeder kann mitmachen, legt einfach gehend die Sieben-Kilometer-Strecke zurück und freut sich über Bewegung an der frischen Luft. Es wird keine Teilnahmegebühr und keine Vorab-Anmeldung verlangt. Natürlich spielt auch Corona eine Rolle: Wer mitmachen will, sollte am besten schon 15 oder 30 Minuten vor dem offiziellen Beginn (17.30 Uhr) am Start- und Zielpunkt Sportzentrum Kümmersbruck (Butzenweg) sein, weil dort wegen einer möglichen Kontakt-Nachverfolgung die Daten aller Teilnehmer erfasst werden – ähnlich, wie man das aus der Gastronomie schon kennt. Wegen Corona will Schuller die Teilnehmer in kleinen Gruppen von vier bis sechs Personen im Abstand von etwa zehn Metern auf die Strecke schicken: Ob sich diese Gruppen bereits vorab zusammentun oder sich vor Ort spontan bilden, sei egal. Masken müssen die Walker unterwegs nicht tragen.

Sieben Kilometer ohne Zeitdruck

Die Volksbank-Raiffeisenbank Amberg ist als Sponsor dabei, Schuller hat außerdem ein Helferteam an seiner Seite. Unterstützer von Bauhof bis Feuerwehr sorgen dafür, dass die Teilnehmer ganz entspannt auf eine schöne, gut markierte Walking-Strecke gehen können. Das Team hat die Tour schon ausprobiert: Etwa eine bis eineinhalb Stunden braucht man dafür. Die Vorbereitungen sind erledigt, jetzt ist Peter Schuller gespannt, wie viele Leute mitmachen. Wenn die Idee ankommt, könnte daraus nämlich durchaus eine regelmäßige Walking-Veranstaltung werden, einmal im Jahr. Dann vielleicht ein bisschen früher, gleich nach den Sommerferien, sagt Schuller, um noch etwas mehr Tageslicht zu haben.

"Endlich geht mal wieder was", freut sich Peter Schuller auf diese Premiere – vielleicht hätten die Menschen ja gerade nach den vielen Corona-Absagen richtig Lust auf eine solche Veranstaltung. Die könnte jetzt nur noch gestrichen werden, wenn sich die Corona-Situation in der Region bis zum 24. September so verschärft, dass sie nicht mehr möglich wäre. Oder wenn es "richtig schüttet". Schuller aber ist optimistisch. Und sieht das Walking-Event, gerade in Corona-Zeiten, auch "als Zeichen des Wiedereinstiegs in die Normalität – auch im Sinne einer sportlichen Gemeinde Kümmersbruck".

Peter Schuller kümmert sich in Kümmersbruck um den Sport

Kümmersbruck

Smovey-Walk ist Gehen mit Ringen

Kümmersbruck
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.