15.07.2019 - 11:06 Uhr
RegensburgOberpfalz

Revolverheld legen sich mit Gloria von Thurn und Taxis an

Applaus für die Musiker von Revolverheld: Bei den Schlossfestspielen in Regensburg gab es für die Band stürmischen Applaus. Die Musiker hatten sich mit Gloria von Thurn und Taxis angelegt.

Sänger Johannes Strate von der Band "Revolverheld".
von Alexander Unger Kontakt Profil

Die Band aus Hamburg nutzte ihren Auftritt für eine scharfe Kritik an der Hausherrin Gloria von Thurn und Taxis. "Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen", erklärte Sänger Johannes Strate. Die Musiker forderten das Thema "Missbrauch in der Katholischen Kirche" nicht zu verharmlosen. Weitere Kritik gab es am Kontakt der Fürstin mit Steve Bannon, dem rechtspopulistischen ehemaligen Kopf hinter dem Internetportal Breitbart und ehemaligem Berater des US-Präsidenten Donald Trump. Denn Nächstenliebe bedeute auch: "..dass wir einem lupenreinem Rassisten wie Steve Bannon einer ist, hier keine Platform bieten, ihm keine Hand reichen, sondern ihm ganz klar mit Liebe entgegen treten."

Revolverheld sprachen sich auch offen für die Flüchtlingsrettung im Mittelmeer aus. "Seenotrettung ist kein Verbrechen", betonte Sänger Johannes Strate. Für sein Statement bekam Johannes Strate laut BR viel Applaus vom Publikum.

Kommentar: Revolverheld zeigt klare Kante

Regensburg

Fürstin Gloria reagierte gelassen auf die Äußerungen von Johannes Strate. Dem BR sagte sie: "Ja, das sehe ich ganz locker. Wahrscheinlich haben sie sich das gut überlegt und gesagt, das müssen wir jetzt machen, wir sind schließlich Künstler. Und Gott sei Dank kann man heute noch seine Meinung sagen. Insofern können wir da ganz froh sein." Sie hatte das Konzert nicht verfolgt,

Bericht: Steve Bannon, ehemaliger Berater von US-Präsident Donald Trump, plant offenbar Seminare im Schloss St. Emmeram in Regensburg.

Regensburg
Gloria Fürstin von Thurn und Taxis.

Bericht beim BR über Revolverheld bei den Schlossfestspielen

Revolverheld spenden Gage

Regensburg
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Kommentare

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Dr. Jürgen Spielhofen

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich sehe mich leider außerstande hier weiterhin zu kommentieren, da meine Beiträge immer wieder gelöscht werden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

20.07.2019
A. Schmigoner

Immer mit der Ruhe, sehr geehrter Herr Spielhofen!
Dr. Jürgen Spielhofen: "Dafür ist es umso leichter schwerwiegende Beschuldigungen über "einige AfD-Abgeordnete" auszusprechen und dann konkrete Beweise - trotz unmissverständlicher Nachfrage - nicht zu liefern!"

Es überrascht mich, wie wenig Sie über ihre eigene Partei wissen. Aber ich helfe ja gern:
Der Journalist Ralf Grimmiger durfte ein vermeintliches Zitat des AfD-Politikers Markus Frohnmaier verwenden und diesem zuordnen. Das hat das LG Köln in einem aktuellen Urteil entschieden. Teil eines Aufrufes war ein vermeintliches Zitat des AfD-Politikers Markus Frohnmaier. Das Zitat lautete:

„Nichts Geringeres wird unsere Aufgabe sein, als diese volksfeindlichen Parteien sämtlich aus Deutschland herauszutreiben. Wenn wir an die Regierung kommen, Gnade ihnen Gott.“
Der AfD-Politiker war beispielsweise bereits in der Vergangenheitbei bei folgenden Aussage gefilmt worden:

„Ich sage diesen linken Gesinnungsterroristen, diesem Parteienfilz ganz klar: Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet, dann wird wieder Politik für das Volk und nur für das Volk gemacht – denn wir sind das Volk.“

Der O-Ton dieses Satzes deckt sich im Wesentlichen mit dem bisher vom Protestaufruf verwendeten Zitat, stellte das LG Köln nun fest.
Wie sagte Bundestagspräsident Schäuble neulich zum Fall Lübcke und AfD-Postings: Dummheit und Hass.

20.07.2019
Dr. Jürgen Spielhofen

"Verantwortliche Namen sind natürlich wie immer schwer zu ermitteln".

Dafür ist es umso leichter schwerwiegende Beschuldigungen über "einige AfD-Abgeordnete" auszusprechen und dann konkrete Beweise - trotz unmissverständlicher Nachfrage - nicht zu liefern!

19.07.2019
Tobias Punzmann

Zitat AfD Hochtaunuskreis auf Facebook: "Zu Beginn einer Revolution haben die Staatsberichterstatter noch die Chance sich vom System abzuwenden und die Wahrheit zu berichten! Bei uns bekannten Revolutionen wurden irgendwann die Funkhäuser sowie die Presseverlage gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt. Darüber sollten die Medienvertreter hierzulande einmal nachdenken, denn wenn die Stimmung endgültig kippt, ist es zu spät!"

Verantwortliche Namen sind natürlich wie immer schwer zu ermitteln, da wie üblich dann die Ausreden kommen von irgendwelchen nicht ermittelbaren Mitarbeitern, die das posten, oder komischen Ausrutschern mit der Maus oder was auch immer. Hier gibt's schöne Beispiele dafür: https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/tabubrueche-und-skandale-das-sind-die-abenteuerlichsten-rechtfertigungen-der-afd/24595264.html

19.07.2019
Dr. Jürgen Spielhofen

Für die rechten Parteien in anderen Ländern sind die dortigen Wähler zuständig und verantwortlich. Ausnahme: Wähler mit Doppelpass!

Wer genau sind diese "einige AfD-Abgeordnete, die nach der Machtergreifung aufräumen wollen". - Deren Namen und Zitate bitte in gerichtsverwertbarer Form!

19.07.2019
A. Schmigoner

Zum Thema: "Und wer das nicht aushält ist daher auch kein Demokrat!"
Was die rechten Parteien von Demokratie halten, kann man derzeit in der Türkei, Polen und Ungarn beobachten. Presse, Rundfunk und Justiz werden gleichgeschaltet und dann wird die gesamte Verwandschaft mit lukrativen Pöstchen versorgt. Einige AfD-Abgeordnete schwadronieren sogar, dass sie "aufräumen" werden, nach der Machtergreifung.

18.07.2019
Dr. Jürgen Spielhofen

"So was muss eine Demokratie aushalten!"

Sollte man meinen! Und wer das nicht aushält ist daher auch kein Demokrat!

18.07.2019
Tobias Punzmann

Solchen "Geisterfahrer"-Ansichten vom rechten Rand anzuhängen erfordert sicherlich keinen Mut. Das erfordert eher andere Eigenschaften, über die ich mich hier nicht weiter auslassen will.
Ein Teil der "Geisterfahrer" kann vielleicht noch zum Umdrehen bewegt werden, wenn man die Rattenfänger demaskiert, denen sie folgen. Ein anderer Teil sicher nicht. Aber die muss man nicht einsperren - so was muss eine Demokratie aushalten.

Mutig ist, wer in seiner Freizeit Ertrinkende aus dem Wasser zieht. Davon gibt's leider zu wenige - mich eingeschlossen.
Ein erbärmlicher Feigling ist, wer vom heimischen Computer aus oder aus der Masse einer Pegida-Demo heraus deren Hilfe diskreditiert und sabotiert und heimlich über jedes Opfer feixt.

18.07.2019
Dr. Jürgen Spielhofen

Der Geisterfahrer auf derAutobahn denkt auch, dass er "mutig gegen der Strom schwimmt".

Tendenz steigend: je nach Bundesland zwischen zehn und zwanzig Prozent wählende Geisterfahrer! - Sollte man die nicht aus dem Verkehr ziehen, einsperren und das Wahlrecht wegnehmen?

18.07.2019
Dr. Jürgen Spielhofen

"Mutiges Statement"? - Mut ist, wenn man als Minderheit gegen den Strom (Mainstream) schwimmt und dem Gegendruck der schieren Masse standhält!

18.07.2019