24.11.2021 - 16:56 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Antworten auf Fragen zu den Corona-Regeln: 2G-plus beim Sport und im Fitness-Studio

Seit Mittwoch gilt die neue Bayerische Infektionsschutzverordnung – und sorgt für einige Überraschungen. In deutlich mehr Bereichen, als ursprünglich angekündigt, gilt 2G-plus.

In der letzten Corona-Welle mussten die Jugendlichen des HC Sulzbach Handball eine Zwangspause. Jetzt dürfen sie Sport treiben, aber es gilt 2G-plus.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Trifft es zu, dass niedergelassene Ärzte weniger Biontech-Impfstoff erhalten, als sie bestellt haben?

Ja, das ist richtig, heißt es bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB). Demnach hatte das Bundesgesundheitsministerium kurzfristig am Freitag verkündet, dass die Bestellmenge des Impfstoffes von BionTech/Pfizer in dieser Woche (Stichtag war vergangene Dienstag) pro Praxis auf 30 Dosen gedeckelt wird. Zuvor konnten die Praxen unbegrenzt bestellen. Die Ankündigung hatte deutschlandweit einen Aufschrei der niedergelassenen Ärzte hervorgerufen. Die Vertreterversammlung der KVB am Samstag kritisierte dieses Vorgehen aus Berlin. "Immerhin stockte das Bundesgesundheitsministerium nach den Protesten das Kontingent pro Praxis auf 48 Dosen pro Praxis auf, was allerdings bei Praxen, die mehr als 48 Patienten einbestellt haben, für organisatorische Probleme gesorgt hat", berichtet die KVB auf Anfrage. Auch Patienten seien ungehalten gewesen, weil ihre sicher geglaubten Termine abgesagt werden mussten. Laut KVB betrifft die die Kontingentierung nur den Impfstoff von BionTech/Pfizer. Den Impfstoff von Moderna können die Praxen weiterhin unbegrenzt bestellen.

Welche Regeln gelten im Fitness-Studio?

Seit Mittwoch gilt für den Besuch eines Fitness-Studios die 2G-plus-Regel. Dies geht aus der neuen, der 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV) hervor. Demnach dürfen nur Geimpfte und Genesene trainieren. Dazu müssen sie einen negativen Corona-Test vorlegen. Noch am Dienstagnachmittag war davon keine Rede gewesen. Nicht nur Besucher, auch Studio-Betreiber wurden überrascht.

Brauchen Geimpfte und Genesene beim Sport auch einen negativen Test?

Ja. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage mitteilte, unterliegt der Zugang zu Sportstätten und der praktischen Sportausbildung der 2G-plus-Regel. Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der Zugang nur gestattet, wenn diese noch nicht zwölf Jahre und drei Monate alt sind oder geimpft oder genesen sind und zusätzlich über einen negativen Corona-Test (Antigentest, Antigen-Schnelltest oder PCR-Test) verfügen. Schülerinnen und Schüler im Alter von über 12 Jahren und 3 Monaten, die regelmäßigen Testungen im Zuge des Schulbesuchs unterliegen, gelten als getestet und brauchen daher keinen zusätzlichen Testnachweis vorzulegen.

Damit ist diese Regel für die Sportteilnahme gegenüber dem Beschluss der bayerischen Staatsregierung vom Dienstagvormittag verschärft worden. Im Bericht aus der Kabinettsitzung war nur von 2G-plus für Zuschauer von Sportveranstaltungen die Rede gewesen.

Kann man nach vier Wochen die Impfung auffrischen, wenn man den Impfstoff Johnson & Johnson bekommen hat?

Wegen des ungenügenden Impfschutzes nach einer Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko), eine Grundimmunisierung mit der Covid-19-Vaccine Janssen mit einem mRNA-Impfstoff als weitere Dosis zu optimieren. "Personen, die bisher eine Impfstoffdosis der Covid-19-Vaccine Janssen erhalten haben, sollen eine zusätzliche mRNA-Impfstoffdosis ab vier Wochen nach der Janssen-Impfung erhalten", heißt es beim Robert-Koch-Institut (RKI).

Was gilt bei Kulturveranstaltungen?

Bei Kulturveranstaltungen, also im Theater, bei Konzerten oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen, gilt laut der 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (15. BayIfSMV) die 2G-plus-Regel. Zugang gibt es nur für Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen negativen Corona-Test.

Welche Test sind zulässig?

Als Tests gemäß der Infektionsschutzverordnung gelten PCR-Tests (maximal 48 Stunden alt), professionelle Antigen-Schnelltests (maximal 24 Stunden alt) oder Selbsttests, die unter Aufsicht vorgenommen werden (maximal 24 Stunden alt). (mit dpa)

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