ONETZ: Hatten Sie schon Gelegenheit, die Wahl in den Stadtrat zu feiern?
Rudolf Scharl: Nein, das gab es auf Grund der Coronasituation noch nicht. Davon wird momentan alles überlagert. Im Moment haben wir alle Hände voll zu tun, eine adäquate Notfallversorgung in unserer Praxis zu organisieren. Die Liste Amberg ist langsam dabei sich zu sortieren, überwiegend auf dem Weg von Videokonferenzen, um ausreichend gut auf die neue Stadtratsperiode vorbereitet zu sein.
ONETZ: Welchen Themen möchten Sie sich künftig widmen?
Rudolf Scharl: Mich interessiert vorwiegend die Stadtentwicklung mit der nach unserer Ansicht erforderlichen weiteren Verkehrsberuhigung mit Ausweitung der Fußgängerzone und andere Maßnahmen die dazu möglich sind. Zudem wäre mehr Grün in der Innenstadt wünschenswert. Dem Ten-Brinke-Projekt stehe ich weiterhin ablehnend gegenüber. An dieser sensiblen Stelle unserer Altstadt sind schonendere bzw. sensiblere Lösungen wünschenswert, zum Beispiel ein Kulturpark unter Einbeziehung des Ringtheaters, eine Markthalle mit regionalen Anbietern und Gastronomie oder, wenn überhaupt, eine kleinteilige Bebauung. Als niedergelassener Facharzt interessiert mich auch die weitere Entwicklung des Klinikums. Für die Weiterentwicklung des ÖPNV und eines Radwegekonzepts haben wir Fachleute unter unseren Mitgliedern der Liste Amberg.
ONETZ: Was werden die drängendsten Themen im neuen Stadtrat sein?
Rudolf Scharl: Die drängendsten Probleme werden leider auf Grund der Coronasituation finanzielle sein, die Gewerbesteuerausfälle, das Defizit im Klinikum, et cetera.
ONETZ: Mit welcher Fraktion/ Gruppierung könnten Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen?
Rudolf Scharl: Wir sind grundsätzlich für eine sachbezogene Zusammenarbeit mit allen im Stadtrat vertretenen Fraktionen offen.
ONETZ: Bitte vervollständigen Sie folgende Sätze: Der Wahlkampf war für mich ...
Rudolf Scharl: ... eine völlig neue, spannende und motivierende Erfahrung.
ONETZ: Der Amberger Stadtrat ist für mich ...
Rudolf Scharl: ... das entscheidende Gremium für die Lösung der anstehenden Probleme.
ONETZ: Die Liste Amberg ist für mich ...
Rudolf Scharl: ... die Gruppierung mit der die genannten Probleme am besten angegangen werden können.
Interviews mit den zehn neuen Amberger Stadträten
Es sind viele bekannte Gesichter, die bei der ersten konstituierenden Sitzung des Stadtrates im Mai ins Rathaus kommen werden. Doch es sind auch zehn Stadträte dabei, die neu in das Gremium einziehen. Neu sind: Tanja Dandorfer (Amberger Bunt), Martin Frey (DLA), Florian Füger (CSU), Susanne Herding (CSU), Veronika Niklaus (FW), Claudia Ried (Grüne), Rudolf Scharl (DLA), Matthias Schöberl (CSU), Manuel Werthner (FW) und Josef Witt (ÖDP).































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