17.04.2020 - 10:24 Uhr
AmbergOberpfalz

Claudia Ried: Bei den Grünen von Anfang an wohlgefühlt

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Claudia Ried ist eine Newcomerin in der Politik. Die 44-jährige Lehrerin für Mathe, Physik und Theater am Gregor-Mendel-Gymnasium zieht für die Amberger Grünen in den Stadtrat ein.

Neu im Amberger Stadtrat: Claudia Ried (44) von den Grünen.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Im Interview mit Oberpfalz-Medien berichtet sie von den Themen, die ihr am Herzen liegen und wie sie sich in der Politik einbringen wird.

ONETZ: Gab es schon Gelegenheit, zu feiern?

Claudia Ried: Wir hatten uns am Wahlabend im geschlossenen Kreis getroffen, aber da stand ja die Stadtratsbesetzung noch nicht fest. Wir haben da also eher den gemeinsam bestrittenen Wahlkampf und Hans-Jürgen Bumes' tolles Abschneiden bei der OB-Wahl gefeiert. Seitdem konnten wir Grüne uns leider nicht mehr persönlich treffen, sind aber über Telefon- und Videokonferenzen in Kontakt. Gefeiert habe ich also den Einzug nicht, aber gefreut habe ich mich natürlich schon.

ONETZ: Mit welchen Themen werden Sie sich in Ihre Fraktion einbringen? Was liegt Ihnen besonders am Herzen?

Claudia Ried: Eines der Themen, für das ich auch im Wahlkampf geworben habe, ist die Einsetzung eines Jugendbeirats in Amberg. Viele Kommunen wie zum Beispiel Tirschenreuth arbeiten sehr erfolgreich mit einem solchen Gremium. Und ich fände es auch für uns in Amberg sehr gewinnbringend. Ansonsten liegt mir - klassisch grün - natürlich die Umweltpolitik der Stadt sehr am Herzen, insbesondere, was das städtische Verkehrskonzept angeht. Gemeinsam mit meiner Fraktion möchte ich mich für deutlich weniger Pkw-Verkehr in der Amberger Altstadt und eine gerechtere Verteilung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur einsetzen. Als Lehrerin und Mutter liegen mir natürlich auch die Amberger Schulen sehr am Herzen, und ich werde mich dafür einsetzen, dass die in der augenblicklichen Krise gewonnen Erkenntnisse und Fortschritte in Sachen Digitalisierung in der Schule möglichst gut in eine Corona-freie Zeit übertragen und an geeigneter Stelle weiter genutzt werden können.

ONETZ: Was werden Ihrer Meinung nach die drängendsten, wichtigsten Themen im neuen Stadtrat für Amberg sein?

Claudia Ried: Sicher drängen durch die Krise andere Themen in den Vordergrund als wir sie im Wahlkampf thematisiert haben. Mit den Problemen der Wirtschaft und der Existenzängste der Bürger*innen wird sich natürlich auch der Stadtrat auseinandersetzen müssen. Das ist wichtig und wird sicher eine Zeitlang Priorität haben. Allerdings werden sich andere Baustellen auch nicht in Luft auslösen. Das gilt zum einen ganz wortwörtlich für das Bürgerspitalgelände (ein nach wie vor wichtiges Thema) und zum anderen vor allem auch in Sachen Amberger Klimapolitik. Gerade in Sachen regenerativer Energieversorgung gibt es noch einiges zu tun.

ONETZ: Mit wem könnten Sie sich eine Zusammenarbeit im Stadtrat vorstellen?

Claudia Ried: Es gibt keine Fraktion, mit der ich mir eine Zusammenarbeit nicht vorstellen könnte.Wenn man die Wahlkampfthemen und dort vertretenen Einstellungen zu Grunde legt, sehe ich natürlich eine besonders große Schnittmenge mit der Liste Amberg. Aber ich bin mir sicher, dass sich auch mit den anderen Fraktionen - mindestens themenbezogen - viele Gemeinsamkeiten finden werden.

Serie:

Interviews mit den zehn neuen Amberger Stadträten

Es sind viele bekannte Gesichter, die bei der ersten konstituierenden Sitzung des Stadtrates im Mai ins Rathaus kommen werden. Doch es sind auch zehn Stadträte dabei, die neu in das Gremium einziehen. Neu sind: Tanja Dandorfer (Amberger Bunt), Martin Frey (DLA), Florian Füger (CSU), Susanne Herding (CSU), Veronika Niklaus (FW), Claudia Ried (Grüne), Rudolf Scharl (DLA), Matthias Schöberl (CSU), Manuel Werthner (FW) und Josef Witt (ÖDP).

ONETZ: Bitte vervollständigen Sie folgende Sätze: Der Wahlkampf war für mich ...

Claudia Ried: ... anfangs ziemlich einschüchternd, dann vor allem spannend.

ONETZ: Der Amberger Stadtrat ist für mich ...

Claudia Ried: ... die Möglichkeit, mich für Amberg einzubringen.

ONETZ: Die Grünen sind für mich ...

Claudia Ried: ...die Partei, in der ich mich ab dem ersten Tag wohlgefühlt habe.

Alle Teile der Interview-Serie

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