16.04.2020 - 10:11 Uhr
AmbergOberpfalz

Veronika Niklaus: "Bei uns gibt es keine Denkverbote"

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Veronika Niklaus zieht für die Freien Wähler (FW) neu in den Amberger Stadtrat ein. Als Altenpflegerin liegen ihr besonders die Senioren am Herzen.

Veronika Niklaus wurde bei der Kommunalwahl 2020 für die Freien Wähler neu in den Amberger Stadtrat gewählt.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Im Interview mit der Amberger Zeitung und Oberpfalz-Medien erklärt die 57-Jährige, warum es wichtig ist, dass die ältere Generation in ihrem angestammten Stadtviertel bleiben kann.

ONETZ: Frau Niklaus, hatten Sie schon Gelegenheit, Ihre Wahl zu feiern?

Veronika Niklaus: Aus beruflicher Sicht fand ich es nicht angebracht zu feiern. Nichtsdestotrotz habe ich mich über die Wahl in den Stadtrat gefreut. Mir ist aber auch bewusst, dass dies ein Vertrauensvorschuss der Amberger Bürger ist, der jetzt erarbeitet werden muss.

ONETZ: Welchen Themen wollen Sie sich verstärkt widmen?

Veronika Niklaus: Seit Jahren bin ich schon bei Stadt- und Verkehrsplanung aktiv. Desweiteren sehe ich die Notwendigkeit von mehr Kurzzeitpflegeplätzen in der Stadt Amberg. Wichtig ist mir auch eine quartiersnahe Versorgung unserer Senioren. Es darf nicht sein, dass sie aus ihrem angestammten Wohnbereich in ein fremdes Stadtquartier umgesiedelt werden. Soziale Bindungen sind lebensnotwendig. Ein Zentralvorratslager für essentielle Produkte, die in Krisenzeiten dringend in der Pflege benötigt werden, halte ich für dringend notwendig. Es wäre gut, wenn hier Stadt und Landkreis zusammenarbeiten würden. Ich setze mich außerdem für wohnortnahe Kindertagesstätten mit maximal 75 Kindern ein. In Zeiten des Klimawandels kann es nicht sein, dass es eine Weltreise wird, um sein Kind zur Betreuung zu bringen. Ich bin auch für die Schaffung eines Bürgerbeirats, der Mediator zwischen Bürgern und Verwaltung sein soll. Bedenken und Vorschläge müssen formlos und ohne Fristbindung rechtzeitig vorgebracht werden können und allen Gremien, auch dem Stadtrat, bekannt sein.

ONETZ: Was sind Ihrer Meinung nach die drängendsten Themen im Amberger Stadtrat?

Veronika Niklaus: Durch die Covid-19-Krise wird die Stadt Amberg sicherlich vor große haushälterische Probleme gestellt. Hier gilt es, alle möglichen Einsparpotenziale genau zu betrachten. Auch zeigt diese Pandemie wie wichtig es ist, dass Recht und Ordnung eingehalten werden.

ONETZ: Mit welchen Fraktionen und Gruppen könnten Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen?

Veronika Niklaus: Wir bei den Freien Wählern Amberg werden immer an der Sache orientiert, nach Faktenlage entscheiden. Es gibt bei uns keine Denkverbote.

ONETZ: Bitte vervollständigen Sie folgende Sätze: Der Wahlkampf war für mich ...

Veronika Niklaus: ... die Arbeit der vergangenen sechs Jahre

ONETZ: Der Stadtrat ist für mich ...

Veronika Niklaus: ... das Organ, dessen Souverän die Amberger Bürger sind.

ONETZ: Die Freien Wähler sind

Veronika Niklaus: ... die Möglichkeit sachbezogene, ideologiefreie Politik zu machen

Serie:

Interviews mit den zehn neuen Amberger Stadträten

Es sind viele bekannte Gesichter, die bei der ersten konstituierenden Sitzung des Stadtrates im Mai ins Rathaus kommen werden. Doch es sind auch zehn Stadträte dabei, die neu in das Gremium einziehen. Neu sind: Tanja Dandorfer (Amberger Bunt), Martin Frey (DLA), Florian Füger (CSU), Susanne Herding (CSU), Veronika Niklaus (FW), Claudia Ried (Grüne), Rudolf Scharl (DLA), Matthias Schöberl (CSU), Manuel Werthner (FW) und Josef Witt (ÖDP).

Alle Teile der Interview-Serie

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