09.04.2020 - 17:51 Uhr
AmbergOberpfalz

Tanja Dandorfer: Künftige Stadträtin mit Systemrelevanz

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Tanja Dandorfer ist systemrelevant. Die Krankenschwester arbeitet auf der Intensivstation des Klinikums St. Marien und steht allein schon deshalb derzeit im Fokus der Aufmerksamkeit. Sie sitzt künftig aber auch als Stadträtin im Rathaus.

Tanja Dandorfer zieht für Amberger Bunt neu in den Stadtrat ein.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

In dieser Funktion gab sie Oberpfalz-Medien ein Interview. Die 45-Jährige erklärt, welchen Themen sie sich in dem politischen Gremium widmen möchte.

ONETZ: Gab es schon Gelegenheit, die Wahl zu feiern? Hat sich Amberger Bunt schon sortiert?

Tanja Dandorfer: Gefreut habe ich mich über die Wahl sehr. Gefeiert habe ich zuhause mit meiner Familie. Wir von Amberger Bunt stehen derzeit in telefonischem Kontakt, da ein persönliches Treffen derzeit nicht möglich ist.

ONETZ: Mit welchen Themen werden Sie sich einbringen?

Tanja Dandorfer: Amberg braucht dringender denn je einen Pflegestützpunkt. Gerade jetzt in der Krise und vor allem danach brauchen Pflegebedürftige und pflegende Angehörige professionelle Hilfe von kompetenten Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern. Eine zentrale Anlaufstelle, eine schnelle und unbürokratische Beratung. Ich denke, die Amberger Bürger werden das dankend annehmen. Ein weiteres Anliegen, das mir sehr am Herzen liegt, ist die Musik-, Kunst- und Kulturszene. Gerade in dieser Branche mit etlichen Selbstständigen, merkt man, was die Coronakrise finanziell bedeuten kann. Kleinkunstbühnen, Kinos, Konzertveranstalter werden das wirtschaftlich nicht überstehen. Es braucht in Zukunft Starthilfen und Fördermittel, damit wir uns wieder an einer blühenden Kulturszene erfreuen können. Außerdem stehen wir für das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum für Geringverdiener. Gerade jetzt sollte man ernsthaft auch in Amberg über eine Mietpreisbremse nachdenken.

ONETZ: Was werden Ihrer Meinung nach die drängendsten, wichtigsten Themen im neuen Stadtrat für Amberg sein? Werden diese vielleicht aufgrund der Coronakrise neu bewertet?

Tanja Dandorfer: Ich denke schon, dass die weltweite Krise das politische Denken und Handeln beeinflusst und ich hoffe sehr, dass auch der politische Zusammenhalt größer wird und man Themen aus neuen Perspektiven betrachtet. Zum Beispiel die finanzielle Anerkennung der plötzlich systemrelevanten Berufe.

ONETZ: Bitte vervollständigen Sie folgende Sätze: Der Wahlkampf war für mich ...

Tanja Dandorfer: ... eine tolle Erfahrung und ein inspirierender Gedankenaustausch.

ONETZ: Der Amberger Stadtrat ist für mich ...

Tanja Dandorfer: ... die Chance, mich für ein positives, weltoffenes klimafreundliches und sozial gerechtes Amberg einzusetzen.

ONETZ: Amberger Bunt ist für mich ...

Tanja Dandorfer: ... die beste Möglichkeit, frei von Fraktionszwängen zu agieren.

Serie:

Interviews mit den zehn neuen Amberger Stadträten

Es sind viele bekannte Gesichter, die bei der ersten konstituierenden Sitzung des Stadtrates im Mai ins Rathaus kommen werden. Doch es sind auch zehn Stadträte dabei, die neu in das Gremium einziehen. Neu sind: Tanja Dandorfer (Amberger Bunt), Martin Frey (DLA), Florian Füger (CSU), Susanne Herding (CSU), Veronika Niklaus (FW), Claudia Ried (Grüne), Rudolf Scharl (DLA), Matthias Schöberl (CSU), Manuel Werthner (FW) und Josef Witt (ÖDP).

Alle Teile der Serie

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