15.02.2021 - 17:50 Uhr
Weiden in der OberpfalzBesserWissen

Zu Hause fit bleiben, Teil 9: Indian-Balance-Übungen

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Fitnessstudios sind weiterhin geschlossen. Aber es ist auch möglich, sich zu Hause fit zu halten – zum Beispiel mit Indian Balance. Hier wird altes indianisches Wissen vom Fließen der Körperenergie mit moderner Bewegungslehre kombiniert.

Coach Annette Huber zeigt, wie das ganzheitliche Trainingsprogramm Indian Balance funktioniert.
von Evi WagnerProfil

„Den Körper bewegen, während die Seele ausruht“, so lautet das Motto von Indian Balance. Dabei handelt es sich um ein Kräftigungs- und Wahrnehmungstraining aus der indianischen Tradition, das eine starke Verbindung zum eigenen Körper aufbauen soll. „Die fließenden Übungen leben vom Wechsel bewusster An- und Entspannung sowie bewusster Atmung“, erklärt Indian Balance Instructor Annette Huber. „Mit diesen Übungen fällt das Loslassen vom oft so stressigen Alltag leicht. Körper, Geist und Seele werden in Einklang gebracht.“

Entwickelt wurde das Indian-Balance-Programm 2005 von dem Physiotherapeuten Christian de May. Er fühlte sich durch seine eigene chilenische Abstammung dazu inspiriert, ein neues Fitnesskonzept mit Choreografien und Einflüssen aus den Tänzen sowie Meditationen zentral- und südamerikanischer Ureinwohner ins Leben zu rufen.

„Es handelt sich um ein Anti-Stress-Programm und ein effektives Workout in einem, das für alle Altersklassen geeignet und leicht zu erlernen ist“, erklärt Annette Huber. „Indian Balance basiert auf drei Grundprinzipien: Konzentration, Mobilisation und Tiefenentspannung. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Musik. Die Übungen werden von indianischen Klängen untermalt, die den Rhythmus des Workouts vorgeben und die Wahrnehmung vertiefen.“

Übung 1: Wakanda – Innere magische Kräfte

Wakanda 1
Wakanda 2

Symbolik für die Indianer ist der unendliche Kreislauf im Medizinrad (Wakan Tanka). Dieser spiegelt sich in dieser Übung, die einen der Kernpunkte von Indian Balance darstellt. Hände zu einem Dreieck formen und senkrecht nach oben führen, in der Bewegung ausatmen. Arme in angewinkelter Beugeposition halten. Anschließend Arme bis zur Körpermitte bewegen und dabei einatmen. Die zu einem Dreieck geformten Hände senkrecht nach unten führen und dabei wieder ausatmen. Das Ganze vier- bis achtmal wiederholen.

Übung 2: Kimama – Schmetterling

Kimama 1
Kimama 2

Arme öffnen und parallel in Schulterhöhe strecken. Dann Arme getreckt nach vorne führen, die Hände treffen sich zur Spitze geformt vor der Brust. Dabei ausatmen. Anschließend Hände zu einem Dreieck formen und zur Brust bewegen, gleichzeitig rechtes Bein wieder zurücknehmen. Wichtig ist es bei dieser Übung, die Atmung mehr und mehr in Einklang mit den Bewegungen in Einklang zu bringen. Die zum Dreieck geformten Hände senkrecht nach unten führen und dabei ausatmen. Auch diese Übung vier- bis achtmal wiederholen.

Übung 3: Karmiti – Bäume

Karmiti 1
Karmiti 2

Mit dem rechten Bein am Boden knien, das linke Bein ist angewinkelt, der Oberkörper aufrecht. Hüfte und Oberkörper nach vorne führen, die Arme begleiten die Bewegung. Fingerspitzen ausstrecken, beim Strecken der Arme kraftvoll ausatmen. Während den Strecken der Arme nach vorne Hüfte und Oberkörper nach vorne bewegen. Dann beide Arme gleichzeitig anwinkeln und sie in einem rechten Winkel zum Körper ziehen, dabei einatmen. Drei- bis achtmal wiederholen.

Übung 4: Nuna – Land

Nuna 1
Nuna 2

Auf den Boden legen, das rechte Bein ausstrecken, das linke Bein auf das rechte Bein stellen. Die rechte Hand hält das linke Knie, der linke Arm liegt auf Schulterhöhe getreckt auf dem Boden. Der Blick ist nach oben gerichtet. Anschließend linkes Bein zur rechten Seite ziehen, dabei den Kopf nach links bewegen. Diese Position für einige Sekunden halten, danach Bewegung zur ersten Position zurückführen. Wichtig ist auch hier wieder die richtige Atmung: Bei der Bewegung zur Seite aus- und zur Mitte einatmen. Das Ganze abwechseln drei- bis achtmal mit dem linken Fuß und drei-bis achtmal mit dem rechten Fuß wiederholen.

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